Smartphone mit Login-Fenster des sozialen Netzwerkes vor einer blauen Weltkarte

Über eine Stunde am Tag verbringt ein Nutzer unter 30 Jahren durchschnittlich auf Facebook.
Dabei speichert Facebook nicht nur, was du selbst postest. Jeder Klick auf den Like-Button wird protokolliert, welchen Beitrag von Freunden du gesehen hast.
Facebook protokolliert, welcher Beitrag dir wann angezeigt wurde.
Doch auch wenn man nicht mehr auf der Seite ist, überwacht Facebook weiterhin dein Surfverhalten. Auf jeder Seite, auf der man einen Artikel liken kann, wird eine Information an Facebook gesendet, dass du diese Seite gerade besuchst. [1]
Mit diesen Informationen, die Facebook über dich hat, weiß das Unternehmen eine Menge über dich. Und dieses Wissen wird genutzt, um dir Werbung anzuzeigen, die deinen Interessen entspricht.

Was kann man machen, um die Datenerfassung zu vermindern?

Auf Facebook selbst gibt es keine Möglichkeit, die Erfassung einzuschränken. Es gibt lediglich die Möglichkeit, die Verarbeitung zu begrenzen. Du kannst zum Beispiel mitteilen, dass Facebook deine Daten nicht für Werbeanzeigen bei deinen Freunden nutzen darf.
Wenn dir eine Facebook-Seite gefällt und diese Seite Werbung macht, kann es sein, dass deine Freunde unter dieser Werbung den Hinweis sehen, dass dir diese Seite auch gefällt. Wenn du verhindern möchtest, dass Facebook deinen Namen und dein Profilbild für Werbung verwendet, gehe auf die Einstellungen, klicke auf „Werbeanzeigen“ und stelle dort alle Auswahlmöglichkeiten auf „Niemand“.
Auch bei den Spielen kann die Datenweitergabe beschränkt werden.
Die Datenerfassung außerhalb von Facebook kann beim Browser Firefox mithilfe der Erweiterung „Ghostery“ deaktiviert werden.

Wie kann man das Facebook-Profil aus den Google-Ergebnissen verbannen?

In den Einstellungen fragt dich Facebook unter „Privatsphäre“, ob du möchtest, dass andere Suchmaschinen einen Link zu deiner Chronik enthalten. Wenn du die Möglichkeit „Nein“ auswählst, erhalten Suchmaschinen die Bitte, dein Profil nicht aufzunehmen. Wenn du in einem öffentlich sichtbaren Beitrag markiert bist, kann dieser jedoch in Suchmaschinen auftauchen.

Beim Verbreiten deiner eigenen Beiträge kannst du ebenfalls sehr genau einstellen, wer etwas sehen darf und wer nicht. Hierbei kannst du über einen Button zunächst zwischen „öffentlich“ (weltweit für jeden sichtbar), „Freunde von Freunden“ (Für alle Facebook-Freunde und deren Freunde sichtbar, auch das können sehr viele sein), „Freunde“ (alle Facebook-Freunde) und „nur ich“ auswählen. Mithilfe von benutzerdefinierten Privatsphäre-Einstellungen kannst du sehr viel genauer auswählen, wer deinen Beitrag sehen darf und wer nicht.

Was sind Benutzerdefinierte Privatsphäre-Einstellungen?
An einigen Stellen in Facebook kannst du sehr genaue Einstellungen vornehmen, wer etwas sehen kann. Du hast die Wahl zwischen „Freunde von Freunden“ (alle deine Freunde und alle Freunde deiner Freunde, das können ganz schön viele sein, daher nicht empfohlen), „Freunde“ (nur deine Freunde), „Bestimmte Personen oder Listen …“ (hier kannst du einzelne Listen oder einzelne Freunde auswählen) oder „Nur ich“.
Wenn du in einem Beitrag jemanden markiert hast, bekommt diese Person das immer angezeigt und standardmäßig können auch die Freunde der markierten Person das sehen. Du kannst die Freunde der markierten Person jedoch ausschließen, indem du das Häkchen bei „Freunde von markierten Personen“ entfernst.
Außerdem kannst du bestimmte Freunde oder Listen ausdrücklich davon ausschließen, diesen Beitrag bzw. diese Einstellung zu sehen, indem du sie bei „Nicht teilen mit“ einträgst.

Wie kann ich verhindern, dass Freunde sehen können, welche Freunde ich noch auf Facebook habe?
Gehe auf deinem Profil mit der Maus in den Abschnitt „Freunde“. In diesem Kasten erscheint nun oben rechts ein Stift-Symbol. Diesen musst du anklicken, anschließend auf „Privatsphäre bearbeiten“.
Nun kannst du hinter der Frage „Wer kann deine Freundesliste sehen?“ auswählen, wer diese Berechtigung haben darf. Du kannst „Öffentlich“ (die ganze Welt), „Freunde“ (nur deine Freunde), „Nur ich“ oder „Benutzerdefiniert“ auswählen.

 

[1] Aus diesem Grund befinden sich auf your-privacy.de keine Buttons zum Posten auf sozialen Netzwerken. Mehr dazu erfährst du unter Datenschutz